Mittwoch, 25. September 2013

Canada - Exploring the West // Part 1

Heute zeige ich Teil 1 unserer Kanadareise, die uns von Vancouver aus 4500 km durch die kanadischen Provinzen British Columbia und Alberta mit einem Abstecher in den südlichsten Zipfel Alaskas geführt hat.

Karte von hier

Ausgangspunkt und Endpunkt unserer Reise war Vancouver, die Hauptstadt British Columbiens, die man von Frankfurt aus mit einem Direktflug in etwa 10 Stunden erreicht. Vancouver ist - zumindest für mich - keine Stadt, mit der man sofort warm wird. Vielleicht lag es am Wetter, aber ich konnte in den ersten 3 Tagen, die wir dort verbrachten, keine wirkliche Sympathie für die Stadt aufbringen. 



Vancouver ist, wie so ziemlich alle nordamerikanischen Städte, eine Stadt, in der man keine Geschichte spürt. Die Gebäude sind entweder ultra modern, extrem heruntergekommen oder kitschig auf alt gemacht. Mittelalterich geprägte Stadtteile mit kleinen Gässchen und hübschen mehrstöckigen Häusern gibt es in Nordamerika einfach nicht. Genau deshalb könnte ich dort wahrscheinlich nie leben.

Vancouver lebt vielmehr von seiner Weltoffenheit und seiner Multiethnizität, die man besonders in Chinatown zu spüren bekommt. Inmitten des brummenden Großstadttrubels findet man dort eine Oase der Ruhe: eine der größten chinesischen Gartenanlagen außerhalb Chinas, den Dr. Sun Yat Sen Classical Chinese Garden.


Vancouver glänzt auch mit ein paar super Museen, von denen es mir besonders das Museum of Anthropology angetan hat. In diesem findet man schwerpunktmäßig eine große Sammlung indianischer Kunst, Gebrauchs- und Ritualgegenstände. Besonders beeindruckt war ich von der Architektur des Museums, das super auf die Exponate, rießige Totempfähle, ausgelegt war.



Ein weiteres Highlight Vancouvers ist der Stanley Park, der sich im Norden der Stadt über eine komplette Halbinsel erstreckt und kilometerweise Rad- und Wanderwege bietet. Inmitten des Parks befindet sich das Vancouver Aquarium, dessen Quallenbecken besonders beeindruckend waren und unglaublich schöne Fotomotive geboten haben :)



Nachdem wir unser Auto abgeholt hatten, zwei rießige Schrauben aus den Reifen entfernen lassen haben, was uns insgesamt 3 Stunden unserer Tagesplanung gekostet hat (danke Avis, hier werde ich vermutlich nicht mehr buchen...), einen Großeinkauf bei Walmart und einem Outdoorladen getätigt hatten, fuhren wir endlich aus Vancouver heraus Richtung Süden zum Fährenterminal. Nach dieser Tortur, dem ungewohnten Fahren in einem Automatikauto und dem starken Rush-Hour-Verkehr konnten wir es kaum erwarten, auf der Fähre nach Vancouver Island zu sein. Und tatsächlich, kaum waren wir auf der Fähre, riss der Himmel auf und wir konnten unseren ersten sonnigen Abend in Kanada erleben :)


Auf Vancouver Island fuhren wir um Victoria, einem eigentlich schönen Städtchen, herum, da wir überhaupt keine Lust mehr auf Stadtbesichtigungen hatten und begaben uns in Richtung Pacific Rim National Park. Dieser liegt an der rauen und zerklüfteten Westküste der Insel, beherbergt pazifische Regenwälder und atemberaubende Strandabschnitte. Leider ist dieser Teil der Küste sehr wetteranfällig, weil sich die Regenwolken vom Pazifik natürlich vor den Bergen in der Mitte der Insel abregnen. Trotzdem konnten wir dort ein paar schöne sonnige Tage verbringen und das Surferfeeling genießen, das vor allem das kleine Städtchen Tofino ausstrahlt.



Da dieser Teil von Vancouver Island sehr touristisch und aufgrund der Jahreszeit auch noch überlaufen war, machten wir uns bald auf den Weg ins Landesinnere der Insel. Die Strecke zum Strathcona Provincial Park, entlang an einem kilometerlangen See umrahmt von schneebeckten Gipfeln, ermöglichte uns das erste Mal ein Gefühl kanadischer Weite und Einsamkeit. Als wir schließlich unseren Campingplatz fast direkt am Wasser auf einer Landzunge am See bezogen und uns abends am Lagerfeuer wärmten, fühlten wir uns endlich richtig in Kanada angekommen.



Kommentare:

  1. Die Fotos sind total toll!! Richtig schön :)
    Liebste Grüße, maackii

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  2. Super schöner Bericht und tolle Fotos. Ich hoffe da folgt noch mehr.
    Glücklicherweise konnte ich ja schon viele deiner Bilder aus Kanada auf Instagram bewundern
    und ich bin von der Natur wirklich absolut begeistert. Eventuell könnte das auch mal ein Reiseziel für mich sein.
    Erst kürzlich waren wir in Schweden und darüber habe ich auch schon 2 Posts verfasst :)
    Vielleicht interessiert es dich ja, ich würde mich aufjedenfall freuen wenn du mal vorbeischaust.

    Liebe Grüße Anne
    Lichtzirkus Photographie

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    1. Ohja Schweden! Das steht definitiv auch noch auf meiner reiseliste :)

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  3. Toller Reisebericht! Kanada soll ja so ein schöner Flecken Erde sein. Muss ich auch unbedingt mal hin! :)

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  4. Also ich muss dir sagen, dass es zumindest zwei städte in nordamerika gibt, die geschichte und die von dir beschriebenen merkmale aufweisen: montréal und québec. ich weiß ja nicht, ob ihr während eurer kanadareise noch den osten erkundet? die beiden alten stadtteile sind herrlich französisch, so untypisch nordamerikanisch und wirklich wunderbar zu erkunden. wobei sie natürlich auch sehr touristisch sind, aber sie stammen tatsächlich aus der kolonialzeit. ich kann sie dir wirklich ans herz legen.
    ich wünsche euch noch eine wunderbare zeit, ich bin wirklich neidisch! :)
    liebe grüße, lina

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    1. Klingt ja ganz nach meinem Geschmack! Der Osten Kanadas stand leider nicht auf unserem Plan, ich hab auch ein bisschen Respekt vor dem französisch da... ;) aber danke für deinen Tipp, vielleicht ergibt sich ja mal wieder eine kanadareise!

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  5. Oh wow, das klingt so toll! <3 Kanada reizt mich auch total. Seid ihr überall in Kanada unterwegs gewesen bei eurer Reise?

    Liebe Grüße
    Sóley von Cotton Candy Stories

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    1. Ne, wir sind im Westen von Kanada geblieben. Kanada ist so riesig, da hätten wir noch viel viel mehr zeit gebraucht :)

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  6. tolle fotos! kanada würde mich auch total reizen :)
    lg
    bina

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  7. Wunderschöne Fotos hast Du gemacht. Kanada steht auf meiner Liste für mein erstes richtig großes Reiseziel!

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  8. Oh wie toll. Ich möchte mich meinen Vorrednerinnen anschließen, ich hoffe es kommt noch mehr zum Thema. Zudem sieht "Dein" Vancouver irgendwie viel schöner aus, das, was ich kenne ;)

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  9. Oh, mein Gott! Ich bekomme gerade wahnsinnige Sehnsucht und freue mich auf weitere Post aus BC und Alberta. Bin zwei Mal für drei Wochen mit meinen Eltern, meiner Schwester und einem 9 Meter Wohnmobil diese Rundtour gefahren. Es war ein Traum, freilaufende Schwarzbären, Elche, Wapitis, Squirrels. Gletscher, Wasserfälle, Berge (der Mt. Robson war der schönste) und Campingplätze ohne Strom und ohne Handyempfang :D Vancouver ist wirklich nicht sehr hübsch. War da zum Glück auch nur für ein Wochenende im Zuge eines Schüleraustausches, da merkt man sofort was so schön an europäischen Städten ist!
    Ich hoffe du hast auch so viel Sehnsucht und Fernweh aus diesem wunderschönen Land mitgebracht, wie ich ;)
    Viele Grüße!

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  10. Sieht wundervoll aus, das wäre eine Reise ganz nach meinem Geschmack :)

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  11. Wunderbare Bilder. Und das lässt mich noch mehr von meiner Reise nach Canada träumen. Mal sehen wann ich es in den nächsten Jahren realisieren kann!

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  12. oooh Kanada ist ganz oben auf meiner Reiseliste, gleich hinter Island. :) Die Bilder sind toll, ich hoffe es kommen noch mehr. :) das macht richtig Vorfreude. Ich bin ja eher der Camping und Hiking Typ, daher wuerde ich Vancouver auch nach ein paar Tagen direkt hinter mir lassen. :)

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  13. Super tolle Bilder! Ich möchte auch unbedingt mal nach Canada ♥

    Auf meinem Blog veranstalte ich zurzeit ein kleines Giveaway mit Beauty Produkten aus Amerika :) CLICK HERE TO WIN ♥

    xx Jo Betty
    JoBettyB

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