Samstag, 26. Juli 2014

DIY: Dip Dye Candleholder

Zwei Dinge habe ich in den letzten Wochen wieder bzw. neu entdeckt: meinen Aquarellkasten und Balsaholz. Balsaholz ist eine sehr leichte und einfach zu bearbeitende Holzart, die eigentlich im Architekturmodellbau verwendet wird. Ich habe das Holz neulich für die Umschlaggestaltung eines Hochzeitsgästebuchs verwendet. Auf das Gästebuch bin ich schon ein bisschen stolz: quadratische Leporellobindung, Holzumschlag mit Cut-Outs und eingebrannten Lettern... zu gerne hätte ich euch das noch gezeigt! Leider habe ich im Hochzeitsstress aber absolut vergessen, Fotos zu machen... vielleicht kann ich das mal noch nachholen, wenn die Braut mit den Nachbereitungen der Hochzeit fertig ist =)

Aber zurück zum heutigen Thema: ich hatte noch ein wenig Balsaholz übrig und habe ein bisschen gegoogelt, was man denn sonst noch so damit machen kann. Auf A Beautiful Mess bin ich dann auf diese Teelichthalter gestoßen. Super leicht zu machen und trotzdem tolles Design, gleich mal gepinnt! Dann kam mir noch neulich mein Aquarellkasten in die Quere und beim Anblick des schönen Türkistons fragte ich mich, ob man Holz wohl auch Dip Dyen kann (so wie meine Schuhe im letzten Jahr). Nach ein wenig try and error kann ich euch nun sagen: Man kann es! Und so zeige ich euch heute Teelichthalter aus Balsaholz mit türkisfarbenem Dip Dye =)


Folgendes Material habe ich für meine Dip Dye Kernzenhalter verwendet:
  • Balsaholz, 2,5 mm stark (findet ihr im Fachhandel für Architekturmodellbau oder beim Boesner in Form von 10x100 cm Brettern, 1 Brettchen genügt für die Teelichthalter, kostet so 2,50€)
  • Aquarellfarben im Näpfchen, Weiß und Türkis
  • Gläschen für Teelichter (Ikea)
  • Teelichter
  • Pinsel
  • Bleistift
  • Cutter
  • Schneidematte
  • Metalllineal
  • Gefäß mit Wasser
  • und natürlich die Vorlagen für die Teelichthalter (findet ihr ganz unten als jpeg)


So geht´s:

1. Druckt euch die Vorlagen für die Teelichter auf ein Din A4 Papier aus und schneidet sie aus. Übertragt die Vorlagen in jeweils zweifacher Ausführung auf das Balsaholz. Trennt die Formen mithilfe von Metalllineal und Cutter aus dem Holz heraus. Von jeder Größe solltet ihr nun zwei Rohlinge haben. Damit man diese ineinander stecken kann, müssen sie mit einem 2,5 mm breiten Spalt versehen werden. Dieser wird beim einen Rohling von unten bis zur Mitte und beim anderen Rohling von oben bis zur Mitte eingeschnitten.


2. Steckt alle Holzrohlinge ineinander und überprüft, ob die Teelichthalter eben stehen und die beiden Rohlinge bündig aneinanderstoßen. Schneidet notfalls nochmal den Spalt nach.


3. Nun geht es ans Dip Dyen! Nach ein bisschen Herumprobieren würde ich eine zweischrittige Variante als kontrollierbarste und effektivste Methode vorschlagen: Zuerst werden die Rohlinge bis zur Hälfte (also bis dorthin, wo später das Teelicht eingesetzt wird) gleichmäßig mit Wasser eingestrichen. Das weicht das Holz ein wenig auf und erleichter das "Hochziehen" der Farbe. Dann wird zuerst mit der weißen Aquarellfarbe gearbeitet. Diese mit Wasser anrühren und dann mit dem Pinsel auf den unteren Rand der Holzrohlinge auftragen. Nachdem diese erste Farbschicht getrocknet ist, werden die Rohlinge wieder erst mit Wasser eingestrichen, bevor das Türkis in gleicher Weise wie das Weiß aufgetragen wird. Noch ein Tipp: die Farbe immer von außen nach innen auf die Rohlinge streichen (siehe Foto). Setzt man in der Mitte an, zieht der Spalt der Rohlinge die Farbe zu stark aus dem Pinsel heraus, es entstehen unschöne Ränder.


4. Die Teelichter zum Trocknen auf den Kopf stellen und geduldig sein =)


5. Zum Schluss die Teelichter in die Gläschen einsetzen und dann damit die hölzernen Kerzenhalter bestücken. Fertig!


Es gibt bestimmt noch tausend weitere Möglichkeiten, wie man die Holzrohlinge gestalten könnte. Die Ladys von A Beautiful Mess haben sich eine Kombination aus Gold und Pink ausgesucht, ich könnte mir noch ein Aztekenmuster mit weißem Lackstift super schön vorstellen. Wie würdet ihr die Rohlinge gestalten? =)


[Hier noch die Vorlagen: Draufklicken, Speichern, in ein Worddokument (Querformat) kopieren, auf die komplette Din A4-Größe hochziehen (die Rohlinge sollten eine Breite von 8 cm und eine Länge von 5,5 cm, 7,5 cm und 10,5 cm im Original haben, dann passen die Ikea-Gläschen) und ausdrucken]

Dienstag, 15. Juli 2014

Mach´s digital - Mit dem Tablet durchs Studium

Heute schreibe ich einen für meinen Blog eher ungewöhnlichen Artikel. Normalerweise zeige ich euch hier ja nur solche Dinge, die mich in meiner Freizeit beschäftigen. Dass ich aber daneben noch ein halbes Arbeitsleben und ein Studium absolviere, davon erzähle ich euch eher selten. Genau hier setzt aber der heutige Post ein und genau vor diesem Hintergrund bekam ich vor ein paar Wochen eine Mail von Lisa von deals.com. Sie berichtete mir von ihrem Eindruck, dass unser heutiges Leben zunehmend digitaler wird. Gleichzeitig stellte sie sich die Frage, ob diese digitale Welt auch Einzug in das Studium hält oder ob das Verfassen von Notizen, Mitschriften in Vorlesungen und Vorbereitungen für Klausuren immer noch vorwiegend handschriftlich ablaufen. Die Digitalisierung von Inhalten des Studiums hätte nämlich einen entscheidenden Vorteil: Zeiteinsparung. Zeit ist für mich, mein Studium, meine drei Nebenjobs und mein Freizeitleben ein knappes Gut und muss überlegt eingeteilt werden. Wie toll wäre es, wenn ich durch die Nutzung eines Tablets mein Zeitkonto optimieren könnte! Den folgenden Auftrag von Lisa nahm ich also nur zu gerne an: Eine Woche lang arbeitete ich wie immer handschriftlich mit Stift und Papier. Die folgende Woche nutzte ich das Sony Xperia Z2 Tablet für diese Vorgänge. Mit diesem Post berichte ich euch heute von meinen Erfahrungen.


Normalerweise schleppe ich immer einiges mit mir in die Uni: den Ordner für meinen HiWi-Job, einen Block mit Skripten, Texten und Zusammenfassungen, Bücher aus der Bib, meinen Kalender, mein Mäppchen. Wenn dann noch Sportklamotten, Trinkflaschen, Essen und dergleichen dabei sind, komme ich sicherlich auf fünf Kilo oder mehr. So ein Tablet wiegt dagegen keine 500 g. Aber was nutzt mir Gewichtseinsparung, wenn mir dann wichtige Unterlagen fehlen und ich bestimmte Aufgaben nicht erledigen kann?

Daher habe ich mir überlegt, welche handschriftlichen Tätigkeiten ich tagtäglich durchführe und wie ich diese durch die Tabletnutzung ersetzen könnte. Gleich vorneweg: ohne die Installation von ein paar nützlichen Apps geht es aber nicht!


Die Woche beginne ich sonntags mit dem Schreiben einer Wochen-To-Do-Liste. Mit Bleistift. Damit ich notfalls Dinge hin und her schieben kann und die Liste übersichtlich bleibt, falls sich während der Woche etwas ändert. Diese Liste hefte ich dann in meinen Kalender, den ich ständig mit mir herumtragen muss, damit ich stets Zugriff auf diese Liste habe. Für das Tablet gibt es eine Unmenge an Apps, mit denen man solche Listen digital erstellen kann. Eine App, die sich als besonders hilfreich erwiesen hat, ist Wunderlist. Besonders gut gefällt mir dabei, dass man Unterkategorien erstellen kann. Ein weiterer Pluspunkt ist die Fähigkeit zur Synchronisation mit z.B. dem Smartphone. Hat man das Tablet mal nicht dabei, kann man seine Listen auch mit dem Handy überprüfen, abhaken oder ergänzen. Das ist ziemlich praktisch. Meine handschriftlichen To-Do-Listen könnte ich also getrost mit einem Tablet ersetzen. 


Für mein Studium arbeite ich viel mit Texten. In die Vorlesungen nehme ich die ausgedruckten Skripte mit, damit ich sie während der Vorlesung um Erklärungen und Beispiele ergänzen kann. Zur Vor- oder Nachbereitung der Veranstaltungen müssen wir meistens Texte lesen. Auch diese drucke ich mir aus, streiche mir relevante Textstellen an und mache mir Randnotizen. Mit Apps wie OfficeSuite Pro lassen sich alle gängigen Dateiformate wie Word oder PDF bearbeiten. Man kann Textstellen markieren, Kommentare verfassen und sogar kleine Zeichnungen integrieren. Anschließend bleibt das Dokument in seiner bearbeiteten Version gespeichert.


Zur Vorbereitung auf Klausuren fertige ich häufig Mindmaps an. Damit mache ich mir die Zusammenhänge des Stoffs bewusst und habe eine Visualisierung, mit der ich leichter lernen kann. Apps wie MindBoard funktionieren so simpel wie die handschriftliche Erstellung von Mindmaps. Das Schreiben mit dem Finger ist aber deutlich gröber und lässt meine Schrift noch krakeliger erscheinen als sie eh schon ist. Zwei entscheidende Vorteile haben digitale Mindmaps jedoch. Zum einen kann die Gliederung der Mindmap viel leichter modifiziert werden als bei einer handschriftlichen Mindmap, in der man entweder viel radiert oder gleich nochmal neu anfängt. Zum anderen lassen sich digitale Mindmaps als PDF-Dateien exportieren, per Mail verschicken und so zum Beispiel an Lerngruppen verteilen.


Bei der Erstellung der Mindmaps ist mir ziemlich schnell aufgefallen, dass ich einen Stift bräuchte, der mich feiner auf dem Tablet schreiben lässt. Die herkömmlichen Stifte für Tablets und Smartphones sind sogenannte "Eingabehilfen", die mit einer weichen Kappe die Fingerkuppe imitieren. Schreiben kann man mit diesen Teilen daher also nicht besser als mit dem Finger. In letzter Zeit kommen aber verstärkt neue Stifte auf den Markt, die dünnere Spitzen haben und daher ein klareres Schriftbild erzeugen sollen. Ich habe den Adonit Jot Pro getestet. Das Ergebnis seht ihr auf dem folgenden Bild...


Ich muss leider sagen: das Schreiben auf dem Tablet war eine Qual! Ich habe mir extra die App LectureNotes für das Mitschreiben in Vorlesungen heruntergeladen und den Stift besorgt. Auch wenn die App eine Unmenge an Einstellmöglichkeiten zur optimalen Nutzung zulässt, es funktioniert einfach nicht gut. Legt man die Handfläche auf (was beim Schreiben unvermeidlich ist), erscheinen Störlinien. Aktiviert man die Funktion ´Palm Rejection´ und setzt die Sensitivität herunter, so zerfasert sich das Schriftbild, die Wörter sind kaum noch zu entziffern. Bislang habe ich keine App entdeckt, die besser funktionieren würde. Und wenn man sich ein bisschen schlau macht, so wird schnell deutlich, dass effektives Schreiben eigentlich nur auf solchen Tablets funktioniert, die bereits mit einem Stift geliefert werden und eine dementsprechend abgestimmte Hardware besitzen. Das Mitschreiben in Vorlesungen auf dem Xperia Z2 Tablet ist also leider absolut keine Option für mich und ich muss weiterhin mit Stift und Papier arbeiten.


Für eine effiziente Tabletnutzung im Studium sind noch zwei weitere Dinge ausschlaggebend. Erstens muss man Zugriff auf die benötigten Dokumente haben. Über das Abspeichern in einer Dropbox ist dies zum Beispiel möglich. Zweitens braucht man Internetzugang. Die deutschen Hochschulen sind heute eigentlich alle mit WLan ausgestattet. Meine Uni ist aber noch nicht ganz fortschrittlich. Man kann sich problemlos Zugang zum Hochschulnetz verschaffen und im Internet surfen. Alle Dienste, die jedoch eine Verknüpfung mit dem Internet benötigen (Dropbox, Mailprogramme) funktionieren aber nicht. Dazu müsste ich erst einen VPN-Client auf meinem Tablet installieren. Da dieser jedoch nur Betriebssysteme wie Windows unterstützt, fällt diese Option für mein Tablet flach. Da ich kein IT-Profi bin, habe ich bisher keine Lösung für dieses Problem entdeckt.

Alles in allem ist mein Fazit daher folgendes: das Studium mit einem Tablet zu meistern wäre toll, Zeit-effizient und würde Unmengen an Papier und Gewicht sparen. Aber ich habe leider den Eindruck gewonnen, dass insgesamt noch einiges zu optimieren wäre, damit alle handschriftlichen Arbeiten digital verrichtet werden können. Vor allem was das Schreiben auf dem Tablet angeht. Da sehe ich gerade noch ganz großen Entwicklungsbedarf.

So, das war er nun, mein Tablet-Test. Bisher kannte ich mich mit Tablets überhaupt nicht aus. Ich habe also völliges Neuland betreten. Wie ist das bei euch? Habt ihr ein Tablet? Und wenn ja, nutzt ihr es für die Schule oder die Uni oder ist das Tablet ein Unterhaltungsgerät für euch? Ich freue mich über eure Erfahrungen und Meinungen und vielleicht habt ihr ja sogar noch ein paar Tipps für mich =)

Mittwoch, 25. Juni 2014

DIY: Picture Arrangement // Shop-Review: Photobox.de

Hallo ihr Lieben =) Heute zeige ich euch, was man machen kann, wenn man mehrere thematisch oder stilistisch zusammengehörige Bilder nebeneinander aufhängen möchte. Die Variante, Bilder einfach drucken zu lassen, dann in verschiedene Rahmen zu packen und einzeln an die Wand zu nageln, kennt ihr sicher alle. Diese Art Hängung hat auch wirklich ihren Charme. Für meine Kanadabilder wollte ich aber eine andere Möglichkeit ausprobieren. Das ist dabei herausgekommen: Fünf meiner schönsten Bilder auf Holz gedruckt, mit S-Haken verbunden und anschließend im Verbund mit Drahtseilen an der Decke befestigt, so dass die Bilder vor der Wand hängen und besonders plastisch hervorstechen =)


Und so bin ich vorgegangen:

Bilder kann man sich heutzutage auf fast alles drucken lassen. Manchmal leidet allerdings bei speziellen Druckverfahren die Qualität der Fotos. Da solche Druckwerke auch immer ihren Preis haben, sollte man sich vorher gut informieren, welche Qualitätseinbußen man eventuell erwarten muss. Da meine Fotos auf relativ stabilem Material gedruckt werden sollten, habe ich mich für die Holzvariante von Photobox entschieden. Dabei werden die Fotos auf Fotopapier gedruckt und anschließend mit einem doppelseitigen Klebeband auf einer 2 mm dicken MDF-Holzplatte befestigt.

Da die Produktionszeiten für solche Produkte immer etwas länger sind, muss man ein paar Tage mehr auf seine Fotoprodukte warten. Beim Versand kann aber nix kaputt gehen, da die Fotoplatten einzeln in Karton verpackt werden (dadurch konnte ich jetzt auch wieder meinen Kartonvorat für die Schule aufstocken, hihi).


Mithilfe einer Bohrmaschine und einem Holzbohrer habe ich dann Löcher in die Platten gebohrt (dabei die Platten auf ein stabiles Holzbrett legen!), anschließend S-Haken eingehängt, zwei Schraubhaken in der Decke befestigt und daran die Bilder mit Drahtseil aufgehängt. Fertig! Und falls mir der Platz der Bilder nicht mehr gefällt, schraube ich einfach die zwei Haken aus der Decke und hänge alle Bilder auf einmal um. Das ist natürlich auch viel praktischer, als wenn man alle Bilder einzeln rahmt und an die Wand hängt =)


Mit der Druckqualität von Photobox bin ich übrigens relativ zufrieden. Da meine Fotos bearbeitet waren und ich diese Bearbeitung unbedingt beibehalten wollte, habe ich bei der Bestellung die automatische Nachbearbeitung deaktiviert. Farblich haben sich die Fotos also durch den Druck überhaupt nicht verändert. Der Kontrast erscheint mir aber leicht erhöht und wenn man nah an die Fotos herangeht, wirken sie etwas pixelig. Diese zwei "Mängel" sind aber wirklich minimal und fallen von der Ferne betrachtet überhaupt nicht auf.

Habt ihr Erfahrungen mit dem Druck von Fotos auf anderen Untergründen als Papier? Wie gefällt euch diese Art Hängung? Und habt ihr vielleicht noch Tipps für mich, wie man Fotos auf Holz sonst noch miteinander verbinden könnte? Ich habe nämlich ziemlich lange nach passenden Clips bzw. Klammern gesucht und musste mich letztendlich notgedrungen für die S-Haken entscheiden. Erst dachte ich, die Haken sind zu dominant und zerstören die Bildwirkung. Jetzt gefällt mir das aber ganz gut, dieser robuste industrial-look =) Was meint ihr?

Mittwoch, 11. Juni 2014

DIY: Wedding Card

Heute melde ich mich nur ganz kurz aus dem glühenden Stuttgart, das seit Tagen auf eine ordentliche Abkühlung wartet, die aber leider weit und breit nicht in Sicht ist... Regen, wo bist du???

Genau so heiß wie heute war es am Samstag in Freiburg. Dort verbrachte ich das Wochende auf einer wundervollen Sommerhochzeit, zu der ich im Vorfeld eine Karte gebastelt hatte. Da ihr vielleicht auch in nächster Zeit zu einer Hochzeit eingeladen seid, dachte ich mir, zeige ich euch schnell, welche Karte ich dem Brautpaar überreicht habe!


Die Idee zur Karte kam mir wie immer auf einer Surftour durch die kreativen Weiten von Pinterest. Dort entdeckte ich eine Geschenkverpackung, die sich das Prinzip "Aufklappmännchen" aus Packpapier zu Nutzen machte. Die Idee gefiel mir so gut, dass ich sie kurzerhand für eine Karte verwendete!

Folgendes Material benötigt ihr für die Karte:
  • einen weißen Kartenrohling
  • braunes Packpapier
  • schwarzes Tonpapier
  • weißes Tonpapier
  • einen schwarzen Fineliner
  • etwas weißes Garn
  • Schere, Cutter und Klebstoff (am besten flüssiger Uhu ohne Lösungsmittel, damit sich das Papier nicht wellt) 

So geht´s

1. Druckt euch die Vorlage in der gewünschten Größe auf normales Kopierpapier aus. Schneidet die durchgezogenen Linien mithilfe eines Cutters in das Papier. Faltet anschließend die Hälften der Männchen an der gestrichelten Linie nach außen.

2. Nehmt Maß an eurem Kartenrohling und schneidet ein passendes Rechteck für die Vorderseite der Karte aus dem Packpapier zurecht. Legt die Männchenschablone auf das Packpapier und übertragt die Umrisse mithilfe eines Bleistifts. Schneidet dann wie in Schritt 1 mit dem Cutter die Männchen aus und klappt die Hälften nach außen.

3. Übertragt die Maße eures Kartenrohlings auch auf das schwarze Tonpapier. Halbiert anschließend das Rechteck und klebt diese Fläche auf die rechte Hälfte der Vorderseite des Kartenrohlings. Dort wird später das Bräutigam-Männchen sein. Bestreicht dann die Rückseite des Packpapiers mit Klebstoff und klebt die Männchen ebenfalls auf die Kartenvorderseite.

4. Jetzt geht´s an die Details! Die Braut bekommt eine Perlenkette, Schuhe und Strümpfe mithilfe des schwarzen Fineliners. Der Bräutigam eine weiße Fliege und ein kleines Schildchen mit einem flotten Spruch. Zum Beispiel ganz kreativ: Just Married!

5. Eigentlich ist die Karte jetzt fertig. Ich hab noch einen Rahmen aus weißem Papier ausgeschnitten und auf das Packpapier geklebt. Fand ich irgendwie schöner =)


Da ich in nächster Zeit noch auf ein paar Hochzeiten eingeladen bin, hab ich auch schon einmal ein Dokument mit kreativen Geschenkideen angelegt. Man kann echt so tolle Sachen machen! Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, wenn ich mal wieder etwas für eine Hochzeit produziert habe. Habt ihr noch ultimative Tipps was geniale und persönliche Geschenke angeht? Ich freu mich über jede Idee =)

Samstag, 31. Mai 2014

Product Review & DIY: Paper Elephants with Easy Crystal Applicator

Heute stand ich vor einer ziemlich schwierigen Aufgabe. Ich habe den Easy Crystal Applicator für einen Produkttest zugeschickt bekommen und wollte damit ein DIY für euch machen. Kennt ihr diese Art Applikator? Damit kann man ziemlich leicht Swarowski Kristalle auf Papier oder Stoff aufkleben. Dieser Glitzerkram ist aber normalerweise gar nicht so mein Ding... daher musste ich ziemlich lange überlegen, wie man diesen Applikator für ein nicht ganz so kitschiges Projekt einsetzen kann. Eingefallen sind mir dann letztendlich kleine orientalische Elefanten aus Papier. Im folgenden zeige ich euch, wie ich die Elefanten gemacht habe =)


Folgendes Material und Werkzeug benötigt ihr für die Elefanten:
  • Tonkarton in Grau (besonders schön mit leichter Prägestruktur á la Elefantenhaut)
  • Tonkarton in Hell- und Dunkelpink
  • Tonkarton mit Wabenmuster in Türkis
  • den Easy Crystal Applikator für Papier und Swarovski Kristalle
  • Bleistift, Schere, Klebstoff und - falls vorhanden - ein Falzbein


So geht´s

1. Die Vorlage für den Elefanten habe ich bei Maria und Maja gefunden. Hier der Link zur PDF: XX. Die Vorlage ausdrucken und auf das graue Papier übertragen. Aus den pinken und türkisfarbenen Papieren habe ich die "Kleidung" des Elefanten ausgeschnitten.


2. Die grauen Teile werden zum Elefanten zusammengeklebt. Dazu die Klebeflächen des Elefantenkörpers umknicken und zuerst mit dem kurzen Hinterteil verbinden. Den langen Rücken des Elefanten vom Rüssel aus ankleben. Den Schwanz nur ein Stück weit mit Klebstoff bestreichen, damit er etwas abstehen kann.


2. Den Kopfschmuck und die Decke gestapelt auf den Elefanten kleben.


3. Mit einem schwarzen Fineliner die Elefantendecke verzieren und ein paar Fransen aufzeichnen. An die Enden der Fransen den Applikator ansetzen, nach unten drücken und so die Kristalle aufkleben. Auch dem Kopfschmuck einen Kristall verpassen!


5.  Zuletzt zwei Schlitze in den Elefantenkopf schneiden (am besten mit einem Cutter oder einem Skalpell) und die Ohren einstecken.


Fertig ist der geschmückte Papierelefant! Die Steinchen passen doch super zum grauen Papier, findet ihr nicht auch? Der Applikator hat mich auch ziemlich überzeugt. Die Bedienung ist absolut einfach und dabei wunderbar präzise. Ein Deckel für den Applikator wird übrigens auch mitgeliefert. Nach Gebrauch kann man ihn gut verschließen und er ist dann äußerst stabil, so dass er nicht so leicht kaputt gehen kann. Habt ihr Ideen, wofür man einen solchen Applikator noch einsetzen könnte? Falls nicht, könnt ihr auch mal auf dieser Seite nachschauen, dort werden auch ein paar Ideen für den Textil-Applikator vorgestellt. Am besten gefällt mir die Idee mit den Schuhen. Vielleicht nicht unbedingt mit Pantoffeln aber ein paar Kristalle auf den Absatz schöner Pumps? Das wär doch was =)

Donnerstag, 15. Mai 2014

Book Review: 22 kleine Geschenke für grosse Gefühle

Manchmal hat man einfach einen schlechten Tag. Da kann die Sonne noch so schön scheinen, das Essen noch so gut schmecken, die Arbeit noch so leicht fallen, irgendwie ist trotzdem alles blöd. Meistens ist das bei mir montags der Fall (bei wem nicht?!). Meistens kenne ich auch den Grund dafür: am Wochenende sehe ich meinen Freund, Montag morgens trennen sich unsere Wege dann wieder und ich fange an, die Woche so schnell wie möglich zu durchleben, damit ich ihn bald wieder sehen kann. Eigentlich sollte ich mich daran gewöhnt haben. Leider ist es genau andersherum, der Verabschiedungsschmerz und die Sehnsucht werden immer schlimmer. Da Zusammenziehen in nächster Zeit noch keine Option ist, muss eine andere Taktik her. Bisher sah die bei mir immer so aus: entweder habe ich mir die Woche mit Arbeit nur so zugestopft, damit ich erst gar nicht auf andere Gedanken komme, oder ich habe die Zeit alleine genossen und mich mit Freundinnen getroffen, bin zum Sport gegangen usw. Vor kurzem habe ich aber etwas entdeckt, mit dem man sich die Zeit auch verkürzen kann, und das sogar auf nette Art und Weise =)


Darf ich vorstellen: die Pralinen-Countdown-Schlange! Das Prinzip ist super easy. Mehrere Pralinen in einer Reihe auf einen Streifen Geschenkpapier legen, jede Praline mit Geschenkband abbinden und anschließend mit den Wochentagen beschriften, die zu überstehen sind. Nach jedem überstandenen Tag gönne ich mir eine Praline und kann so beobachten, wie sich die Zeit bis zum Wochenende und dem Wiedersehen mit meinem Liebsten stetig verkürzt. Die Idee stammt aber nicht von mir, ich habe sie aus dem Buch "22 kleine Aufmerksamkeiten für mich" von Susanne Schiefelbein aus dem Michael Fischer Verlag.


Das Buch von Susannen Schiefelbein ist erst vor kurzem erschienen und hat gleich ein kleines Brüderchen mit dem Titel "22 kleine Geschenke für grosse Gefühle" mitgebracht. In beiden Büchern geht es um das Glücklich-machen. Dazu präsentiert Susanne Schiefelbein viele kleine Ideen, die sich schnell umsetzen lassen, und mit denen man anderen oder sich selbst eine kleine Freude machen kann. Das besondere an den Büchern sind die vielen süßen Illustrationen. Aber seht selbst:


Die Gestaltung der Bücher ist wirklich ein Hingucker! Und zu den vielen Ideen gibt es oft die passenden Vorlagen, die am Ende der Bücher eingefügt sind und die man einfach ausschneiden kann. Ich war sofort von der Pralinen-Countdown-Schlange begeistert, weil sie gerade so perfekt zu meiner Situation passt. Verschenken lässt sich so eine Schlange bestimmt auch gut, mal sehen, was mein Freund dazu sagt, wenn ich ihn nächstes Mal damit überrasche =)


Was macht ihr bei schlechter Laune? Habt ihr Tipps, wie man schnell wieder auf positive Gedanken kommt und der Situation gelassen gegenüber stehen kann? Geht es euch vielleicht genauso wie mir und ihr müsst so eine blöde Fernbeziehung ertragen? Ich freu mich über eure Kommentare =)

Samstag, 10. Mai 2014

DIY: ferm living inspired diamond

Schon lange schaue ich mir die tollen Stabwerke von Ferm Living an und war einmal schon kurz davor, mir einen solchen Aufbewahrungskorb zu kaufen. Aber mal ehrlich, 70€ für einen Mülleimer?! So weit geht meine Dekoliebe dann doch noch nicht. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich neulich dieses Bild auf solebich.de entdeckte. So einen Diamanten wollte ich mir auch unbedingt basteln! Und weil ich dazu keine Anleitung finde konnte, habe ich eine für euch gemacht. Viel Spaß dabei =)

(Bitte entschuldigt die reduzierten, krass überarbeiteten Fotos! Das Licht wechselte innerhalb von Sekunden von strahlendem Sonnenschein zu dunkelstem Regenwetter. Als Fotofläche hatte ich leider auch nur den ollen Holztisch. Aber so ist es, wenn man das Wochenende eigentlich mit seinem Liebsten verbringen wollte und dann aber unbedingt die Heißklebepistole zum Glühen bringen will...)

Folgende Materialien und Werkzeuge benötigt man für den Diamanten:
  • Holzstäbe (z.B. Schaschlikspieße)
  • eine Heißklebepistole
  • eine Kneifzange
  • Bleistift und Lineal
  • eine Vorlage mit 2 Achtecken in unterschiedlichen Größen


So geht´s

1. Der Diamant besteht aus Holzstäben in unterschiedlichen Längen. Für den größeren der Diamanten habe ich folgende Maße und Stückzahlen zurecht geschnitten: 8 Stäbe á 17,5cm, 8 Stäbe á 14 cm, 24 Stäbe á 8 cm, 24 Stäbe á 5 cm und 8 Stäbe á 4 cm. Mit einer kleinen Kneifzange geht das wunderbar!


2. Zuerst werden 8 Stäbe á 8 cm zu einem achteckigen Rahmen geklebt. Um eine gleichmäßige Form zu erhalten, ist es hilfreich, sich vorher ein Achteck in der entsprechenden Größe auf ein Blatt aufzuzeichnen.


3. Die längsten Stäbe (17,5cm) werden an die Eckpunkte des Achtecks geklebt und so nach oben geführt, dass sie die Spitze des Diamanten bilden.


4. Die Flächen zwischen den Stäben, die die Spitze bilden, werden wie auf dem folgenden Bild ausgefüllt. Zwei 5cm lange Stäbe werden an so die Eckpunkte des Achtecks geklebt, dass sie ein kleines Dreieck bilden. Die Spitze dieses Dreiecks wird mit einem 14cm langen Stab verbunden, dessen anderes Ende an die Spitze des Diamanten geklebt wird. Der untere Teil des Diamanten ist damit schon fertig!


5. Nun wird die obere Fläche des Diamanten erstellt. Dazu wird mit den 4cm langen Stäben ein weiteres Achteck gebildet. Die Innenfläche des kleineren Achtecks wird mit 8 5cm lagen Stäben bestückt.


5. Der letzte Schritt ist gleichzeitig der schwerste, aber mit ein wenig Geduld gut zu meistern! Der untere Teil des Diamanten wird mit der oberen Fläche verbunden. Dazu werden die restlichen 8cm langen Holzstäbe verwendet. Folgende Technik hat sich für mich am leichtesten erwiesen. Ich habe an zwei nebeneinander liegenden Ecken des Achtecks zwei Holzstäbe angebracht und an den jeweils anderen Enden zum Dreieck verbunden. Auf der genau gegenüberliegenden Seite des Achtecks habe ich in der selben Art und Weise ein zweites Dreieck erstellt. Die Spitzen der Dreiecke habe ich mit dem kleineren Achteck verbunden. Die restlichen Stäbe können dann relativ gemütlich zwischen größerem und kleinerem Achteck eingeklebt werden.


Zuletzt noch die Klebefäden, die immer bei der Arbeit mit dem Heißkleber entstehen, entfernen und fertig ist der Diamant. Ich garantiere euch, wenn ihr einmal einen Diamanten fertig gestellt habt, wollt ihr gleich noch einen zweiten machen!


Ich werde die Diamanten bei mir in einer Zimmerecke aufhängen. So versetzt untereinander, das stelle ich mir schön vor =) Das Foto dazu liefere ich euch dann noch nach, wenn ich wieder zuhause bin. Bis dahin überlege ich mir auch, ob ich die Diamanten eventuell noch lackiere. Vielleicht metallisch in Kupfer? Was meint ihr? Natur lassen oder lackieren?